Einführende zur Installation und Benutzung eines LAMPP-Systems
PHP als serverseitige Programmiersprache für das Internet:
Um den Server ein wenig zu entlasten, verweise ich an dieser Stelle auf die einführenden Bemerkungen in der WINDOWS-Anleitung.
Installation:
Ohne eine kleine Vorrede geht es auch hier nicht ab.
Prinzipiell gibt es zwei Varianten ein LAMPP-System zu installieren.
Es wird mit Hilfe des Paketmanagers der jeweiligen Distribution oder es wird XAMPP von der Hompage von Apachefriends heruntergeladen und installiert.
Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.
Für die Variante mit dem Paketmanager(apt/adept/synaptic bei Debian-basierten Distributionen, YAST bei openSUSE) spricht der einfache Installationsvorgang. Außerdem sind die Pakete vom Distributor gewartet und vorkonfiguriert. Alles läuft quasi "out of the box". Wenn Ihr Euer System fleißig aktualisiert, habt Ihr immer die aktuellen Versionen mit ihren Sicherheitspatches installiert. Auch das ist gut.
Aber, und das ist für mich ein Nachteil, Apache und MySQL werden beim Rechnerstart als Dienst gestartet.
Ihr braucht Euch also um deren Start und Beendigung nicht zu kümmern. Das bedeutet, dass beide daemons immer laufen, egal, ob Ihr mit PHP programmieren wollt oder nicht. Laufende Dienste sind eine feine Sache, wenn sie gebraucht werden. Der Vorteil eines LINUX-Systems besteht aber gerade darin, dass es so konfigurierbar ist, dass möglichst wenig Dienste laufen, denn ein Dienst, gerade ein Web-Server, kann aus dem Internet angegriffen werden, wenn nicht genügend auf die Sicherheitseinstellungen geachtet wird. Und diese Einstellungen sind für Anfänger gewiß nicht einfach.
Letzter Punkt: Auf einem älteren Rechner, mit wenig Speicher und einem langsameren Prozessor, sind viele laufende Dienste der Performance ohnehin abträglich.
Die XAMPP-Variante verhindert gerade dieses. Das Herunterladen der Datei ist kein Hit und die Installation auch nicht. Das Starten und Stoppen der Daemons ist zwar etwas sperrig, kann aber bei Bedarf automatisiert werden(siehe unten).
Die Entwickler von XAMPP weisen darauf hin, dass ihre Konfiguration sehr offen vorgenommen wurde. Wer es strikter mag, kann über ein einfachen Klick und ein paar Eingaben für mehr Absicherung sorgen.
Somit ergeben sich eigentlich keine Nachteile mehr für XAMPP, außer, dass man sich halt selbst um die aktuellsten Programmversionen kümmern muss.
Installation von XAMPP:
Die Datei xampp-linux-1.7.3a.tar.gz ist heruntergeladen und in einem Ordner Eurer Wahl gespeichert.
Als nächstes muss sich der Installateur auf einer Konsole zum System-Administrator root machen.
Das geschieht mit dem Befehl su oder sudo -s, je nach System.
Die heruntergeladene Datei ist ein Archiv und muss entpackt werden:
tar xvfz xampp-linux-1.7.3a.tar.gz -C /opt
ist genau der richtige Befehl.
Dieser Befehl kopiert XAMPP in das Verzeichnis /opt/lampp und damit ist es installiert.
Folgende Befehle manipulieren die Server:
sudo /opt/lampp/lampp start | startet XAMPP mit allen Servern |
sudo /opt/lampp/lampp stop | stoppt XAMPP mit allen Servern |
sudo /opt/lampp/lampp stopftp | stoppt den auch gestarteten FTP-Daemon und sorgt dafür, dass er beim nächsten XAMPP-Start nicht mehr mit gestartet wird |
sudo /opt/lampp/lampp stopssl | stoppt die SSL-Unterstützung von Apache nach dem selben Verfahren wie der Parameter stopftp |
Weitere Parameter zum Befehl /opt/lampp/lampp findet Ihr auf der o.g. Homepage.
Zusammenfassend:
Ich würde also nach der Installation folgende Befehle und Aktionen abarbeiten:
sudo /opt/lampp/lampp start
sudo /opt/lampp/lampp stopftp
sudo /opt/lampp/lampp stopssl
Anschließend würde ich einen Browser starten und schauen, ob alles funktioniert. Dazu wird einfach localhost in die Adresszeile eingegeben. Nun kann sich jeder nach Bedarf durch die Startseite von XAMPP klicken und ggf. gleich auch noch den Server absichern. Beachte: Passwörter zu vergeben ist richtig gut, sich diese zu merken ist noch viel besser!
Und zum Schluss: sudo /opt/lampp/lampp stop
Zur Automatisierung habe ich mir folgende zwei Scripts geschrieben, sie ausführbar gemacht, nach /usr/bin gespeichert und diese ins Benutzermenü eingetragen.
xamppstart.sh:
#!/bin/bash
sudo /opt/lampp/lampp start
exit 0
xamppstop.sh:
#!/bin/bash
sudo /opt/lampp/lampp stop
exit 0
Danach habe ich in die Datei /etc/sudoers folgende neue Zeile hinzugefügt:
%benutzername ALL = NOPASSWD: /opt/lampp/lampp
Diese Zeile sorgt dafür, dass dieser Befehl ohne Eingabe des Passworts funktioniert.
Das war vor allem für die Schule wichtig, da ich natürlich keinem Schüler mein root-Passwort mitteilen möchte.
Als Symbol für das Menü oder für ein Desktop-Icon kann die verlinkte Datei dienen.
Publikationsordner:
In den Ornder /opt/lampp/htdocs/ müsst Ihr dann Eure Projekte speichern!
Kurz zur Installation über das Paketsystem:
Apache2, PHP5 und MySQL lassen sich i.d.R. problemlos mit den Installationstools der Distribution (UBUNTU/Debian: apt, adept, synaptic; openSUSE: YAST) installieren.
Unter UBUNTU läuft alles auch sofort ohne Einstellarbeiten.
openSUSE ist da etwas zickiger. Am einfachsten bemüht man noch einmal YAST und dort den Runleveleditor. Damit können Dienste, die beim Rechnerstart geladen werden sollen, aktiviert werden, also Apache und MySQL.
Programmierumgebungen:
Als Programmierumgebung bietet sich Bluefish an. Bluefish funktioniert ähnlich, wie Phase 5 unter WINDOWS, nur bunter.
Quanta Plus oder auch Eclipse sind gute Alternativen. Wer es probieren will, kanns gern tun.
Eine kleine Warnung will ich in Richtung Eclipse loswerden. Zwar lässt es sich auch unter WINDOWS installieren, was den den Vorteil hat, dass in unterschiedlichen Betriebssystemen mit der selben Umgebung gearbeitet werden kann. Allerdings war die Einrichtung für Deutsch sowie für PHP nicht ganz trivial. Eigentlich ist Eclipse als IDE für Java konzipiert, kann jedoch durch PlugIns für PHP nutzbar gemacht werden.
Das Einrichten für PHP ist also eher was für Leute, die gerne etwas herum pfriemeln.
Außerdem erwartet Eclipse ein installiertes Java. Eclipse ist selbst ein Java-Programm,und zwar ein gewaltiges, und damit i.d.R. auch langsamer, vor allem auf schmalbrüstigeren Rechnern.
aktualisiert im Juli 2008





