Städtisches Gymnasium I, Frankfurt (Oder) - Sonntag, 15. Dezember 2019
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Was ist das Besondere unserer Schule?

Unser Profil

Das Karl-Liebknecht-Gymnasium Frankfurt (Oder) ist eine traditionsreiche Bildungseinrichtung, die eine breite und vertiefte wissenschaftliche Allgemeinbildung vermittelt und zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife führt.

Die besondere Lage unmittelbar an der Brücke, die Frankfurt und Słubice und damit zwei Länder miteinander verbindet, führte schon bald nach 1945 zu grenzüberschreitenden Projekten. Heute ist das Besondere dieses Gymnasiums seine internationale Ausrichtung, die sich im gesamten Alltag des schulischen Lebens widerspiegelt. Keine andere Schule im Land Brandenburg kann auf so viele, langjährige und intensiv gestaltete internationale Projekte und Auszeichnungen verweisen wie unsere.

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UNESCO-Projekt-Schule

Seit 1973 ist unsere Schule mit der UNESCO, der Kultur- und Erziehungs-Organisation der Vereinten Nationen, verbunden. Damit sind wir den Zielen der Vereinten Nationen (UNO), nämlich der Wahrung der Menschenrechte sowie der Sicherung des Friedens durch kulturellen Austausch und Völkerverständigung, verpflichtet. Der Titel „UNESCO-Projekt-Schule“ ist eine Auszeichnung, die für langjähriges und inzwischen für uns selbstverständliches interkulturelles Engagement steht. In allen Bereichen des unterrichtlichen und sonstigen schulischen Lebens achten wir darauf, wie Menschen in anderen Teilen der Welt leben, wie wir auf andere Menschen und Probleme eingehen können und wie wir das Leben so gestalten helfen können, dass die Zukunft für alle sicher und friedlich ist. Dieser Titel verpflichtet uns also dazu, Verantwortung für die Gestaltung des menschlichen Miteinanders zu übernehmen.

https://www.unesco.de/

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Europa-Schule

Der Titel „Europa-Schule“ wurde uns 1999 vom Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport verliehen, weil wir zum Beispiel mit dem COMENIUS-Projekt der Europäischen Union mit Schulen anderer europäischer Staaten eng verbunden sind. So wurden im Rahmen von Schulpartnerschaften mit Gorzow (Polen), Trollhättan (Schweden), Nottingham (Großbritannien) und Wissembourg (Frankreich) regelmäßige Treffen durchgeführt, die zum Austausch zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern dienten. Wir besuchten uns, tauschten Informationen persönlich bei Lehrer- oder Schülerbesuchen oder über das Internet aus und veranstalteten gemeinsame Projekte an allen beteiligten Schulen. Von den Ergebnissen dieser Projekte profitieren alle Beteiligten über die Grenzen hinweg, da sie allen zugänglich gemacht wurden. So arbeiteten zum Beispiel alle am Thema „Jugendkultur“.

Die schulinternen Lehrpläne wurden um die Probleme und Chancen der europäischen Dimension ergänzt.

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Deutsch-Polnisches Projekt

Bereits seit 1958 wird an unserer Schule Polnisch als Fremdsprache unterrichtet. Ein regelmäßiger Austausch fand statt, um so die Sprache zu verbessern und das Wissen über das jeweils andere Land zu vertiefen. Seit 1992 wurde dieses – auch angesichts der belasteten deutsch-polnischen Geschichte so bedeutsame - Projekt ausgebaut und unsere Schule wurde anerkannte Deutsch-Polnische-Projektschule: Deutsche Schülerinnen und Schüler können ab der 7. Klasse Polnisch als zweite Fremdsprache erlernen; ab der 10. Klasse besuchen pro Jahrgang 26 polnische Schülerinnen und Schüler unser Gymnasium, um hier gemeinsam mit den deutschen ihr Abitur abzulegen. Alle Schülerinnen und Schüler sind also täglich im Schulalltag in ihren Klassen und Kursen sowie in den außerunterrichtlichen Aktivitäten mit der kulturellen Besonderheit einer anderen Nation konfrontiert. Dieses Kennenlernen verändert die Sichtweise und erweitert den Horizont. Ein bilinguales Unterrichtsangebot in Kunst und Musik erweitert das Miteinander. Inzwischen besuchen auch immer mehr deutsche Schülerinnen und Schüler für ein halbes oder ganzes Jahr den Unterricht an polnischen Schulen im Rahmen desKOPERNIKUS-Projektes. Vielfältige grenzüberschreitende gemeinsame Aktivitäten runden das Deutsch-Polnische Projekt ab.

Mit Beginn des Schuljahres 2005/06 starteten wir mit der Klasse 7 das LATARNIA-Projekt: Unterrichtsvorhaben in mehreren Fächern werden gemeinsam mit der polnischen Partnerschule geplant. Der Unterricht findet tageweise in Deutschland oder Polen statt.

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Internationale Aktivitäten

im Rahmen der Schulprojekte am Karl-Liebknecht-Gymnasium

Das Karl-Liebknecht-Gymnasium Frankfurt (Oder) unterhält im Rahmen der UNESCO-Arbeit partnerschaftliche Beziehungen zu Schulen in verschiedenen Teilen der Welt.

An erster Stelle stehen dabei die aktiven Schulpartnerschaften mit unserem Nachbarland Polen:

- 2. Grundschule der Stadt Słubice

- 1. Liceum der Stadt Słubice

- 1. Liceum der Stadt Poznań

In den vergangenen Jahren gab es darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Schulen. Dazu gehören gegenseitige Besuche, gemeinsame Projekte bei Begegnungen und eine Korrespondenz zwischen Schülerinnen und Schülern.

- 1. Liceum, Gorzów Wielkopolski (Polen)

- Bilborough College, Nottingham (Großbritannien)

- Lycee Stanislas, Wissembourg (Frankreich)

- Lycée Philippe Lamour, Nîmes (Frankreich)

- Magnus Aberggymnasiet, Trollhättan (Schweden)

- 1. Gymnasium, Witebsk (Weißrussland)

- Deutsche Internationale Schule, Johannesburg (Südafrika)

- Deutsche Schule der Borromäerinnen, Alexandria (Ägypten)

Zu den Aktivitäten gehören wechselseitige Besuche von Schüler- und Lehrergruppen mit der Teilnahme am Unterricht des jeweiligen Gastgeberlandes, gemeinsame Projekte (z.B. Kunstausstellung) und Praktika in Einrichtungen (sog. „workplacements“ – Schüler arbeiten in Kitas mit Kindern u.a.).

Die UNESCO-Arbeit ist Bestandteil sämtlicher Unterrichtsfächer und schulischer Aktivitäten. Jährlich führen wir in der Jahrgangsstufe 8 Projekttage zu den aktuellen Themen des Netzwerkes der UNESCO-Projekt-Schulen durch.

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Latarnia-Projekt

In den Jahrgangsstufen 7 und 8 gibt es eine ganz besondere Kooperation mit unserer Partnerschule, der Grundschule Nr. 2, in Słubice.

Im Verlauf des 1. Halbjahres der Klasse 7 lernen die Frankfurter und Słubicer Schüler ihre jeweiligen Partnerschulen und ihre potentiellen Klassenkameraden der nächsten Schuljahre kennen. Gemeinsam gestaltete Nachmittage mit Sport, Spiel und weiteren Interessen der Jugendlichen fördern das Herausbilden deutsch-polnischer Schülertandems.

Ab dem 2. Schulhalbjahr und dann fortgesetzt in Klasse 8 verbringen die beteiligten Schüler dann jeweils mittwochs einen kompletten Unterrichtstag an der Partnerschule. Die Tandempartner sind dafür verantwortlich, dass jeder den Schulalltag bewältigen kann, denn Unterrichtssprache ist Landessprache. Deutsche Jugendliche lernen einen Tag an einer polnischen Schule und polnische Jugendliche kommen einen Tag zu uns. Sie erleben Unterricht im Bereich der Fremdsprache bei Landes-Lehrkräften, darüber hinaus in Kunst, Musik, Sport und sogar Mathematik und Informatik. Neben dem Unterricht erhalten die Jugendlichen viele Einblicke in die Lebenswelt auf der jeweils anderen Seite der Oder und mitunter entstehen sogar persönliche Freundschaften.

Dieses Projekt läuft sehr erfolgreich und erfreut sich einer großen Nachfrage auf beiden Seiten der Oder.

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