Schulprogramm

Das Karl-Liebknecht-Gymnasium stellt sich mit diesem Schulprogramm als eine moderne, auf die Erfordernisse der Zukunft ausgerichtete Bildungseinrichtung dar. Auf der Basis der sehr erfolgreichen Entwicklung der Schule in den zurückliegenden zwölf Jahren wurde das Schulprogramm des Karl-Liebknecht-Gymnasiums von einer Arbeitsgruppe im Entwurf aufgestellt. Alle schulischen Gremien sind anschließend in den intensiven inhaltlichen Diskussionsprozess einbezogen worden, Vorschläge, Änderungen und Ergänzungen wurden eingearbeitet.

Mit einem Beschluss der Schulkonferenz vom 7. Dezember 2006 wurde der hier vorliegende Text Grundlage für die pädagogische Arbeit der Schule. Das Schulprogramm wird fortlaufend angepasst und aktualisiert.

Die Schule sieht dieses Programm als ein dynamisches Instrument zur Steuerung der Schulentwicklung des Karl-Liebknecht-Gymnasiums, welches offen und flexibel auch auf zukünftige Entwicklungen reagieren soll und sich gegebenenfalls auch an veränderte Rahmenbedingungen anpassen muss.

Gliederung

1. Was ist das Besondere unserer Schule?

2. Welche pädagogischen Ziele verfolgen wir?

3. Bestandsaufnahme

4. Festlegung von Entwicklungsschwerpunkten

1. Was ist das Besondere unserer Schule?
Unser Profil

Das Karl-Liebknecht-Gymnasium Frankfurt (Oder) ist eine traditionsreiche Bildungseinrichtung, die eine breite und vertiefte wissenschaftliche Allgemeinbildung vermittelt und zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife führt.

Die besondere Lage unmittelbar an der Brücke, die Frankfurt und Słubice und damit zwei Länder miteinander verbindet, führte schon bald nach 1945 zu grenzüberschreitenden Projekten. Heute ist das Besondere dieses Gymnasiums seine internationale Ausrichtung, die sich im gesamten Alltag des schulischen Lebens widerspiegelt. Keine andere Schule im Land Brandenburg kann auf so viele, langjährige und intensiv gestaltete internationale Projekte und Auszeichnungen verweisen wie unsere.

UNESCO-Projekt-Schule

Seit 1973 ist unsere Schule mit der UNESCO, der Kultur- und Erziehungs-Organisation der Vereinten Nationen, verbunden. Damit sind wir den Zielen der Vereinten Nationen (UNO), nämlich der Wahrung der Menschenrechte sowie der Sicherung des Friedens durch kulturellen Austausch und Völkerverständigung, verpflichtet. Der Titel „UNESCO-Projekt-Schule“ ist eine Auszeichnung, die für langjähriges und inzwischen für uns selbstverständliches interkulturelles Engagement steht. In allen Bereichen des unterrichtlichen und sonstigen schulischen Lebens achten wir darauf, wie Menschen in anderen Teilen der Welt leben, wie wir auf andere Menschen und Probleme eingehen können und wie wir das Leben so gestalten helfen können, dass die Zukunft für alle sicher und friedlich ist. Dieser Titel verpflichtet uns also dazu, Verantwortung für die Gestaltung des menschlichen Miteinanders zu übernehmen.

Europa-Schule

Der Titel „Europa-Schule“ wurde uns 1999 vom Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport verliehen, weil wir zum Beispiel mit dem COMENIUS-Projekt der Europäischen Union mit Schulen anderer europäischer Staaten eng verbunden sind. So gibt es Schulpartnerschaften mit Gorzow (Polen), Trollhättan (Schweden), Nottingham (Großbritannien), Wissembourg (Frankreich) sowie Italien (im Aufbau). Ein regelmäßiger Austausch zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern findet statt. Wir besuchen uns, tauschen Informationen persönlich bei Lehrer- oder Schülerbesuchen oder über das Internet aus und veranstalten gemeinsame Projekte an allen beteiligten Schulen. Von den Ergebnissen dieser Projekte profitieren alle Beteiligten über die Grenzen hinweg, da sie allen zugänglich gemacht werden. So arbeiteten zum Beispiel alle am Thema „Jugendkultur“.

Die schulinternen Lehrpläne wurden um die Probleme und Chancen der europäischen Dimension ergänzt.

Deutsch-Polnisches Projekt

Bereits seit 1958 wird an unserer Schule Polnisch als Fremdsprache unterrichtet. Ein regelmäßiger Austausch fand statt, um so die Sprache zu verbessern und das Wissen über das jeweils andere Land zu vertiefen. Seit 1992 wurde dieses – auch angesichts der belasteten deutsch-polnischen Geschichte so bedeutsame - Projekt ausgebaut und unsere Schule wurde anerkannte Deutsch-Polnische-Projektschule: Deutsche Schülerinnen und Schüler können ab der 7. Klasse Polnisch als zweite Fremdsprache erlernen; ab der 10. Klasse besuchen pro Jahrgang 26 polnische Schülerinnen und Schüler unser Gymnasium, um hier gemeinsam mit den deutschen ihr Abitur abzulegen. Alle Schülerinnen und Schüler sind also täglich im Schulalltag in ihren Klassen und Kursen sowie in den außerunterrichtlichen Aktivitäten mit der kulturellen Besonderheit einer anderen Nation konfrontiert. Dieses Kennenlernen verändert die Sichtweise und erweitert den Horizont. Ein bilinguales Unterrichtsangebot in Kunst und Musik erweitert das Miteinander. Inzwischen besuchen auch immer mehr deutsche Schülerinnen und Schüler für ein halbes oder ganzes Jahr den Unterricht an polnischen Schulen im Rahmen des KOPERNIKUS-Projektes. Vielfältige grenzüberschreitende gemeinsame Aktivitäten runden das Deutsch-Polnische Projekt ab.

Mit Beginn des Schuljahres 2005/06 starteten wir mit der Klasse 7 das LATARNIA-Projekt: Unterrichtsvorhaben in mehreren Fächern werden gemeinsam mit der polnischen Partnerschule geplant. Der Unterricht findet tageweise in Deutschland oder Polen statt.

Voraussetzung für den Besuch unserer Schule ist Weltoffenheit sowie Lern- und Leistungsbereitschaft. Nur wer offen ist und bereit dazu, sein Wissen und seine Fähigkeiten ständig weiter zu entwickeln, hat hier einen Platz. Weltoffenheit, Lern- und Leistungs­bereitschaft immer weiter zu fördern und auszuprägen, ist Selbstverpflichtung und dauernde Aufgabe für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte.

Um die besondere Ausrichtung unserer Schule weiter auszubauen, planen wir ab dem Schuljahr 2006/2007 ein Ganztagsangebot in offener Form. Wir wollen das, was bereits bisher an überunterrichtlichen Aktivitäten stattgefunden hat, intensiver in den Schulalltag integrieren. Lernende und Lehrende sollen mehr Zeit füreinander haben, um so die Ziele unserer Schule noch besser verwirklichen zu können.

2. Welche pädagogischen Ziele verfolgen wir?

Aus dem besonderen Profil unserer Schule leiten sich pädagogische Ziele ab, die gemeinsam von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften getragen und gestaltet werden. Sie sollen sich im Schul- und im Lebensalltag niederschlagen, also im Unterricht, im Miteinander im Schulbetrieb, in den außerunterrichtlichen Aktivitäten und im außerschulischen Engagement.

Weltoffenheit ist oberstes Ziel. Die internationale Ausrichtung unserer Schule verlangt Verständnis und Toleranz für andere Nationen und Kulturen, für andere Sichtweisen auf die Welt, für andere Traditionen und Lebensformen. Wir verstehen unter Weltoffenheit auch die Bereitschaft Neues kennen lernen zu wollen, uns in andere hineinzuversetzen, uns zu informieren, unser Wissen und unser Verständnis zu vertiefen. Unser Horizont endet nicht an der eigenen Nasenspitze, nicht in der eigenen Klasse, am Wohnort, in unserem Land, sondern unser Horizont kennt keine Grenzen. Weltoffenheit bedeutet auch, eigene Interessen zu entdecken und einzubringen, gemeinsam Probleme zu erkennen, zu analysieren und sie miteinander zu lösen. Also steht nicht nur die Wissensvermittlung an unserer Schule im Mittelpunkt, sondern auch das gemeinsame Lernen, die Kommunikation, das Verständnis füreinander und das entsprechende Handeln – kurz: die umfassend gebildete und mündige Persönlichkeit.

Damit vertreten wir einen sehr weiten und umfassenden Bildungsbegriff. Diesen in der schulischen Praxis Realität werden zu lassen, gilt unser Bemühen.

Wir haben die Lerninhalte in allen Fächern im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben so gestaltet, dass sich der internationale Charakter und die europäische Dimension unserer Schule in ihnen niederschlägt. Abgestimmt auf die jeweilige Klassenstufe sind so zum Beispiel polnische Literatur und Geschichte, wichtige Entdeckungen, geistes-, sozial- und naturwissenschaftliche Erkenntnisse anderer Kulturen integraler Bestandteil des Unterrichts.

Darüber hinaus nutzen wir Computer und neue Medien in allen Fächern, um gezielte und schnelle Information und Kommunikation zu gewährleisten und Grundfertigkeiten auszuprägen.

Besonderen Wert legen wir auf die enge Kooperation zwischen den Lehrkräften, sodass wir auch Lerninhalte, die über das eigentliche Fach hinaus reichen, vermitteln und Erfahrungen austauschen. So gibt es Konzepte für das interdisziplinäre Lernen, die die einzelnen Fachlehrkräfte der Klassenstufe miteinander abstimmen und ständig erweitern.

Die Unterrichtsinhalte sollen immer in Verbindung mit der Lebenswirklichkeit stehen, damit alle erkennen können, wozu bestimmte Lerninhalte wichtig sind. Auch dieser Ansatz führt die Schülerinnen und Schüler altersdifferenziert zum Erlernen wissenschaftlichen Arbeitens sowie zu sinnvollem und gezieltem Alltagshandeln.

Die Gestaltung des Unterrichts, Methoden und Unterrichtsformen sollen die Kompetenzen jeder Schülerin und jedes Schülers zur Entfaltung bringen. Da Lern- und Leistungs­bereitschaft vorausgesetzt wird, gestalten wir den Unterricht auf einem angemessen hohen Niveau so, dass wir individuelle Stärken fördern und Schwächen mindern. Wir wollen eine ansprechende Mischung von Eigenarbeit, Gruppenarbeit, Handlungs- und Projektorientierung des Lernens, sodass Lernen auch Freude bereitet, möglichst oft selbst bestimmt ist und Erfolgserlebnisse vermittelt.

Wir legen Wert auf die individuelle Förderung. Die Vielfalt von Wissen, Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen der Einzelnen soll in den Klassenverband integriert werden, sodass alle Nutzen daraus ziehen können und alle immer höhere Lernstufen erreichen. Dies gilt besonders für das interkulturelle Lernen im Rahmen des Deutsch-Polnischen Projekts und im Rahmen der internationalen Ausrichtung unserer Schule.

Die Unterrichtsgestaltung planen wir Lehrkräfte gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern und den Eltern, um eine hohe Motivation zu erzielen und die Fähigkeit auszubilden, selbst methodische Entscheidungen zu fällen. Jeder am Lernen Beteiligte soll wissen, welche Schwerpunkte wann, warum und wie gelegt werden. Entscheidungen und Bewertungen sollen nachvollziehbar und transparent sein. Dazu bemühen wir uns um einen Unterricht, der auf Kommunikation und Interaktion gegründet ist. Die kommunikativen und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden so gefördert und gehen in die Bewertung mit ein.

Alle Pädagoginnen und Pädagogen des Karl-Liebknecht-Gymnasiums sind verpflichtet, selbstständige Einsichten der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler zu fördern, sie zum kritischen Denken, zu grundsätzlicher Offenheit und zur Achtung anderer Menschen zu erziehen. Die Würde des Menschen zu achten wird dabei als das höchste Gut angesehen.

Unsere Schule ist geprägt von einer Arbeitsatmosphäre, die das gemeinsame Lernen ermöglicht und erleichtert, von gegenseitiger Rücksichtnahme und vom Engagement aller. Unsere Schulkultur soll dem Einzelnen möglichst große Freiräume gewähren und der Gemeinschaft Aktionsmöglichkeiten. Nicht vorrangig Verbote, sondern die Einsicht und Verpflichtung aller regeln das Schulleben.

Wir fördern Tugenden wie Selbstständigkeit, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Verlässlichkeit, Gewaltlosigkeit und Verantwortungsbewusstsein gegenüber sich und seinen Mitmenschen, der Gesellschaft und der Umwelt. Auch die internationale Ausrichtung unserer Schule verlangt diese Tugenden.

3.Bestandsaufnahme

3.1.
Schulspezifische Daten

Das Schulprogramm des Karl-Liebknecht-Gymnasiums erhält zu jedem neuen Schuljahr eine Anlage 1 mit aktuellen Schulspezifische Daten.

3.2. Internationaler Charakter

Für die inhaltliche und organisatorische Leitung unserer vielfältigen schulischen Projekte zeichnen sich folgende  Koordinatoren verantwortlich:

UNESCO-Projekt:                                                           

Frau Fischer ist Leiterin eines Teams aus
Schülern, Eltern und Lehrern.

COMENIUS-Projekt:

Frau Dr. Stark

Deutsch-Polnisches-Schulprojekt

mit  LATARNIA- und KOPERNIKUS-Projekten:
Frau Heinemann, Frau Grelka

3.3. Schwerpunktsetzung3.3.1.Unterrichtsangebot

Da wir nicht den Anspruch erheben, eine Schule nur für Spezialistinnen und Spezialisten zu sein, halten wir ein vielfältiges Unterrichtsangebot bereit. Wir wollen, dass sich die Erfahrungen, Neigungen und Fähigkeiten jedes Schülers und jeder Schülerin entfalten können.

So bieten wir in der Sekundarstufe I (Klasse 7-10) den Unterricht an in den naturwissenschaftlichen, sprachlichen (Englisch und als zweite Fremdsprachen: Polnisch, Französisch und Russisch), mathematischen, geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen und musisch-künstlerischen Fächern sowie im Fach Sport.

Im Schwerpunktunterricht der 9. Jahrgangsstufe belegen die Schülerinnen und Schüler die Fächer Informatik, Kunst und Politische Bildung. Latein als dritte Fremdsprache wird als zusätzlicher bewerteter Wahlunterricht angeboten.

Der Schwerpunktunterricht in der 10. Jahrgangsstufe umfasst die Fächer Darstellendes Spiel, Informatik, Technik und Psychologie.

Im September 2009 verabschiedete die Schulkonferenz des Karl-Liebknecht-Gymnasiums das Medienentwicklungskonzept, in dem die medientechnische Grundbildung beschrieben wurde.

In der Sekundarstufe II (Klasse 11-13) wählen alle Schülerinnen und Schüler nach ihren Neigungen und Fähigkeiten zwei Leistungskursfächer aus, die mit fünf Wochenstunden unterrichtet werden und auch im Abitur besonderes Gewicht haben. Die Jugendlichen können zurzeit aus einem sehr breiten Angebot wählen, nämlich zwischen Deutsch, Englisch, Kunst, Geschichte, Erdkunde, Mathematik, Biologie, Chemie und  Physik. Im dreistündigen Grundkursbereich bieten wir zu den oben genannten Fächern Musik, Politische Bildung, Informatik und weitere besondere Fächer an: Psychologie, Technik, Latein bis zum Kleinen Latinum; das traditionsreiche Fach Darstellendes Spiel, dessen Aktivitäten in regelmäßigen Theateraufführungen im Theater Frankfurt (ehemals Theater im Schuppen) und im „Theater in der Senke“ münden; im Bereich Sport gibt es ein vielfältiges Angebot an Individual- und Mannschaftssportarten.

Im Rahmen des Deutsch-Polnischen-Projektes wird seit vielen Jahren bilingualer Unterricht in Kunst und Musik erteilt. Dazu gibt es Kooperationsvereinbarungen mit polnischen Lehrkräften.

Ausgehend von einem sehr breiten Kursangebot wird vom Oberstufenkoordinator ein zentraler Klausurplan erstellt, der es den Fachbereichen ermöglicht, die einheitlich festgelegten Kompetenzen in gemeinsamen Klausuraufgaben umzusetzen. Gerade unter den Anforderungen des Zentralabiturs sollte sich hier die Teamfähigkeit der Fachkollegen noch stärker bei der Erarbeitung und Umsetzung schulinterner Curricula zeigen.

3.3.2.Über den Unterricht hinausgehende Aktivitäten und Kooperation mit anderen Trägern

Arbeitsgemeinschaftsangebot festlegen

Kooperationsprojekte beschreiben

Eine Kurzbeschreibung zum aktuellen Stand ist als Übersicht zu außerunterrichtlichen Angeboten im Antrag zum offenen Ganztagsangebot enthalten.

3.3.3. Kooperation und Mitwirkung

Eltern, Schüler und Förderverein

Ehemalige als Traditionspflege

4. Festlegung von Entwicklungsschwerpunkten

4.1.
Ganztagsangebot in offener Form


Im Hinblick auf gesellschaftliche Veränderungen haben berufstätige Eltern unserer Region zunehmend längere Fahrwege und der Einzugsbereich unserer Schule wird sich durch die Schließung einiger Schulen vergrößern. Mit dem Ganztagsangebot wollen wir für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sowie deren Eltern die Möglichkeit schaffen, den Übergang von der Grundschule an unser Gymnasium zu erleichtern. Wir wollen die Schülerinnen und Schüler intensiver individuell fördern, mehr Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern einerseits sowie zu Lehrkräften andererseits aufbauen und gestalten, sodass sie den spezifischen Leistungs­an­forderungen unseres Gymnasiums gerecht werden.

Mit dem Ganztagsangebot in offener Form zum Schuljahr 2005/2006 wollen wir mehr Verlässlichkeit und Kontinuität in der pädagogischen Arbeit an unserer Schule erreichen.

4.1.1. Ganztagsangebot in offener Form: Arbeitsgemeinschaften und inhaltliche Betreuung

Offene Ganztagsangebote stellen eine enorme Bereicherung des Schullebens an unserem Gymnasium dar. Dazu gehören solche Aktivitäten wie:

  • Arbeitsgemeinschaften
  • schulische Projekte
  • außerschulische Zusammenarbeit mit externen Trägern

Daneben können in Zukunft weitere interessante Schwerpunkte gesetzt werden wie:

  • Hausaufgabenbetreuung in der Schule durch Lehrkräfte
  • Gemeinsame Unterrichtsvor- und -nachbereitung
  • Förderunterricht durch Lehrkräfte
  • Klassenleiterstunden

 

Entsprechend dem Profil unserer Schule als Europaschule und der besonderen Lage an der polnischen Grenze wollen wir erreichen, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler, aber auch unsere Lehrerinnen und Lehrer sich mit unseren polnischen Nachbarn und Partnern verständigen können. Hierzu soll unter anderem eine Arbeitsgemeinschaft „Umgangspolnisch für Anfänger“ durch polnische Fremdsprachenassistenten realisiert werden, in der nicht nur der Spracherwerb für die Schülerinnen und Schüler, die nicht Polnisch als Fremdsprache belegen, eine wichtige Rolle spielt, sondern auch Sitten und Bräuche unserer Nachbarn.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Förderung aller Schülerinnen und Schüler. Wir bieten in den 7. Klassen Ausgleichsunterricht in den Schwerpunktfächern Deutsch, Englisch und Mathematik  an, in den 10. Klassen als Unterstützung mit Blick auf die Abschlussprüfung in diesen Fächern. Aber auch unsere Leistungstalente wollen wir in Arbeitsgemeinschaften auf eine erfolgreiche Teilnahme an Olympiaden und Wettbewerben vorbereiten. Durch eine gezielte Förderung in den Sprachen und der Mathematik soll dies jeweils für die Klassenstufen 7 und 8 bzw. 9 und 10 getrennt erfolgen.  Im Bereich des Sportes ist diese Förderung für die Stufen 7 bis 10 gemeinsam vorgesehen.

Um für alle Schülerinnen und Schüler ein einheitliches Niveau für die Nutzung der neuen Medien zu schaffen, wird es weiterhin in der 7. Klasse epochal den PC- und Internetführerschein geben.

Es werden die Arbeitsgemeinschaften aus den musisch-künstlerischen, naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen Bereichen und sportliche Angebote beibehalten, so dass jeder entsprechend seinen Neigungen wählen kann.

Wir wollen unsere Aktivitäten auch in die Öffentlichkeit tragen, deshalb sollen die Schülerinnen und Schüler in den Bereichen des Schreibens, Foto und Medien, Technik und Homepage in Arbeitsgemeinschaften eingebunden werden. Hier erlernen sie die jeweiligen Grundtechniken und geben diese erfolgreich an jüngere Mitschüler weiter.

Die langjährige Tradition der Arbeit des UNESCO-Teams wird auch in den nächsten Jahren weiter in einer Arbeitsgemeinschaft vertieft. Eltern unterstützen die Arbeit des UNESCO-Teams sowohl inhaltlich als auch organisatorisch.

Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klasse werden an die Arbeit im COMENIUS-Projekt und dem Schülerklub „Karls Enkel“ herangeführt und unterstützen einzelne Aktivitäten.

Die vorhandene Frühbetreuung wird beibehalten. Es steht hierfür die Bibliothek zur Verfügung. Diese Betreuung durch Lehrkräfte kann bei Bedarf ausgebaut werden.

Insbesondere für die Hausaufgabenbetreuung sollten wir das Potential der älteren Schülerinnen und Schüler nutzen. Dieses Vorhaben wird durch den Schülerklub „Karls Enkel“ unterstützt.

Am Nachmittag steht weiterhin die Bibliothek mit den Computer-Arbeitsplätzen allen Interessierten zur Verfügung. Dabei ist die Nutzung des Internets möglich.

4.1.2. Organisation des Ganztagsangebotes

Wir wollen, dass an unserem Ganztagsangebot so viele wie möglich teilnehmen können.

Somit besteht die Möglichkeit pro Tag eine Arbeitsgemeinschaft, den Förderunterricht oder die Hausaufgabenbetreuung in Anspruch zu nehmen.

Da durchschnittlich pro Tag 6 bis 7 Stunden erteilt werden, wäre der Unterricht an diesen Tagen spätestens um 15.15 Uhr beendet.

Für die Essenversorgung bestehen langjährige Verträge mit zwei unabhängigen Anbietern. Die vorhandene Platzkapazität in der Schulkantine ist ausreichend.

Mit der Genehmigung des Ganztagsangebotes und der damit verbundenen zusätzlichen Stellen­zuweisung soll ein Ganztagskoordinator eingesetzt werden.

4.2. Schulperspektive

Auswirkungen der Umsetzung des Schulentwicklungsplanes der Stadt Frankfurt (Oder) werden einbezogen

Raumnutzungskonzept unter Einbeziehung beider künftiger Schulgebäude  wird erarbeitet

4.3. Arbeitsschwerpunkte und Evaluationseckpunkte

Das Schulprogramm des Karl-Liebknecht-Gymnasiums erhält zu jedem neuen Schuljahr eine Anlage 2 mit Arbeitsschwerpunkten. Darin werden die konkreten Vorhaben für das laufende Schuljahr aufgelistet und überprüfbare Eckpunkte zur Evaluation gesetzt.

Erstmalig wird diese Anlage 2 zum Schuljahr 2006/2007 erstellt.

4.4. Schulprogramm und Gremien

Die schulischen Mitwirkungsgremien werden zu einer breiten Diskussion dieses Schulprogrammentwurfes aufgefordert.


Grunddaten der Schule
(Stand September 2010)

1. Schulname und Schuladresse

Schulname:

Karl-Liebknecht-Gymnasium

Europaschule, UNESCO-Projekt-Schule

Schulleiter

Herr OStD Wolfgang Mayer

Schulform:

Gymnasium

Ständiger Vertreter:

Herr StD Frank Kosmala

Wieckestraße 1b

15230 Frankfurt (Oder)

Schulnummer:

800028

Fon: 0335-549972

Fax: 0335-3870530

E-Mail: liebknecht-gymnasium(at)web.de

Internet: liebknecht-gymnasium.de

 

2. Schülerinnen und Schüler (Jahrgänge 7 bis 13)


2008/09

2009/10

2010/11

Anzahl der Schülerinnen und Schüler

1107

939

 833

davon weiblich

694

616

 542

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (abgeschlossenes Feststellungsverfahren)

5

5

 4

Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache

98

96

 

Fahrschülerinnen/Fahrschüler

 

 

 


3.
Lehr- und Schulpersonal

3.1. Lehrerinnen und Lehrer

 

2008/09

2009/10

2010/11    

Anzahl

100

81

 71

davon weiblich

66

52

 

teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte in Prozent

81

80

 

Durchschnittsalter der Lehrkräfte

 

 

 

Lehrkräfte mit Unterricht an anderen Schulen

5

0

 

Lehramtsanwärterinnen/-anwärter

2

2

 

Anzahl der Abgänge von Lehrkräften

5

19

 

Anzahl der Zugänge von Lehrkräften

2

0

 

B-Lehrkräfte (andere Stammschule)

1

0

 

3.2. Weiteres Schulpersonal

  • Schulsachbearbeiterin
  • Hausmeister
  • Praktikantinnen in der Schulbibliohek, Praktikant Computertechnik
  • Fremdsprachenassistentin Polnisch

4. Anzahl der Klassen und Klassenfrequenzen im laufenden Schuljahr

7. Jahrgangsstufe

24

26

24

26

26

 

8. Jahrgangsstufe

26

25

24

26

26


9. Jahrgangsstufe

25

23

24

23

23

25

10. Jahrgangsstufe

26

25

21

21

20

 

11. Jahrgangsstufe (Gesamtzahl)

74

12. Jahrgangsstufe (Gesamtzahl)

121

13. Jahrgangsstufe (Gesamtzahl)

126


 
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